Wiedergutmachung war das oberste Ziel der Deininger Mannschaft vor der
Begegnung mit dem Tabellendritten aus Waldram. Denn das 0:3 aus der
Vorwoche gegen Hofolding hatte die Jungs von Chefcoach Manfred Förg
wieder auf den katastrophalen letzten Rang zurück geworfen. Und die
Vorzeichen für ein besseres Resultat waren denkbar schlecht: Neben dem
weiterhin verletzten Stürmer Toni Böckl fehlten heute auch Mittelfeldmotor
Sebastian Unterholzner und sein kongenialer Partner Christian `Brownie` Auer,
sowie Außenverteidiger Jonas Krottenthaler. Zuletzt genannter verletzte sich
äußert unglücklich eine Nacht vorher bei der `persönlichen Fokussierungsphase`
in einem Münchner Club. Doch wer dachte dass somit schon vor dem Spiel alles
entschieden sei, sah sich getäuscht: Von Beginn an demonstrierte die Moosbach
Truppe dieses Mal einen unbändigen Siegeswillen. So war das 1:0 durch
Goalgetter Robert Sobotta nicht unverdient. Doch leider gelang den Gästen noch
vor der Halbzeitpause der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel klingelte es jedoch
wieder im richtigen Kasten: Martin Sellmaier konnte nach einem Kraftakt den Ball
unter großem Jubel in den gegnerischen Maschen unterbringen. Zuvor hatte er
sich durch die komplette Waldramer Abwehr getankt. Doch nur zwei Minuten
später schafften die Wolfratshauser Gäste den erneuten Ausgleich gegen die eigentlich
gut sortierte Hintermannschaft der Gastgeber. In der 82. Minute durfte dann wieder
gejubelt werden: der ansonsten glänzend aufgelegte Schlussmann der Gäste schlug
an einem eigentlich harmlosen Ball vom eingewechselten Christof Dewald vorbei,
und ließ Deining so das 3:2 feiern. Doch die verrückte Partie war noch nicht zu Ende.
Vier Minuten später blitzte die lange verschollene Klasse eines Berti Sobotta wieder auf,
und er traf in unnachahmlicher Manier zum viel umjubelten 4:2 für die heimischen
„Gladiatoren“. Aber wer dachte damit sei der Drops gelutscht lag falsch, denn nur
eine Aktion später schoss der Tabellendritte den Anschlusstreffer. Letztendlich brachte
die Moosbachtruppe den Sieg jedoch über die Zeit und konnte sich über drei nicht
selbstverständliche Punkte freuen.

Fazit: Wenn der SC Deining so weitermacht wird er es wohl schaffen dem Abstieg
noch einmal von der Schippe zu springen. Der Dank gilt auch den Spielern, die
normalerweise nicht zur ersten Garnitur zählen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten 
aber ihre Aufgabe glänzend gelöst haben. Ganz wichtig war jedoch die Rückkehr
des „Kampfschweins“ Markus Huber, der spielte als ob er nie ein Training gefehlt
hätte.                                                                                                     SR

   
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